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Die gestufte Aktivhypnose hat sich aus dem Autogenen Training entwickelt. Wie der Name schon zum Ausdruck bringt, wird bei dieser Anwendung kein so tiefer, der klassischen Hypnose entsprechender hypnotischer Zustand erreicht.
Charakteristisch für den Bewusstseinszustand der Hypnose ist, dass unsere bewusste Aufmerksamkeit von irgendetwas weitgehend absorbiert und dafür ein Teil unserer Wahrnehmung wie auch unserer Handlungen vom Bewusstsein abgespalten und unbewusst registriert bzw. durchgeführt wird. Und das hat nichts mit Magie zu tun.
Immer, wenn wir etwas nicht mit bewusster Aufmerksamkeit tun, befinden wir uns in Hypnose bzw., um ein anderes, aber gleichbedeutendes Wort zu nehmen, in Trance. Das ist zum Beispiel bei Handlungen der Fall, in denen wir so geübt und routiniert sind, dass wir sie praktisch „im Schlaf“ erledigen können. Am bekanntesten sind vermutlich Trancephänomene beim Stricken oder beim Autofahren. Wer viel auf der Autobahn fährt, kennt das Phänomen, dass man sich zeitweise des Fahrens gar nicht mehr bewusst ist, obwohl man sich verkehrsmäßig völlig korrekt verhält. Lenken, kuppeln, Gas geben, auf die anderen Verkehrsteilnehmer achten - das geht zuweilen fast automatisch.
Aber auch, wenn wir uns auf ein hochinteressantes Gespräch, einen aufregenden Film oder ein spannendes Buch einlassen, geraten wir in einen tranceartigen Zustand, der uns die Umwelt vergessen lässt, allerdings sehr unterschiedliche subjektive Qualität haben kann. Man kann total aufmerksam sein wie im Kino oder völlig weggetreten wie zuweilen bei Tagträumen. Es kann sein, dass wir in einem tranceartigen Zustand körperlich sehr aktiv sind, wie zum Beispiel beim Jogging oder beim Skilanglauf, oder auch, dass wir uns in tiefer Entspannung, zum Beispiel beim Hören auf manche Musikstücke, völlig passiv verhalten.
Schließlich wird jeder schon einmal erlebt haben, wie er von einem monotonen, sich wiederholenden Geräusch - z.B. vom Ticken einer Uhr oder Rauschen eines Baches- allmählich in Trance versetzt wurde, und viele von uns kennen den tranceartig verschlafenen Zustand, wenn wir uns morgens aus dem Bett wälzen. Aus alledem wird klar, dass Hypnose im Grunde etwas ganz Natürliches und Alltägliches ist.
Die therapeutische Hypnose unterscheidet sich von der „alltäglichen“ Hypnose lediglich dadurch, dass hier der hypnotische Bewusstseinszustand, der meist als tiefe Ruhe und Gelöstheit empfunden wird, ganz bewusst und gezielt durch bestimmte Techniken herbeigeführt wird.
Die Hypnosetiefe kann sehr unterschiedlich sein kann: sie kann sich dem Schlaf annähern, sie kann aber auch so nah am Wachbewusstsein liegen, dass der Betroffene den Eintritt der Trance vielleicht gar nicht mitbekommt. In diesem Bereich bewegt sich die von mir durchgeführte Aktivhypnose.
Ein interessanter neurophysiologischer Aspekt ist die damit verbundene „vegetative Umschaltung“, die sich durch typische Phänomene der „Entspannung“ deutlich macht, vor allem durch eine Änderung des Muskel- und Gefässtonus. Wer die Schwere- und Wärmeübung des Autogenen Trainings kennt, weiß, was damit gemeint ist. Gerade dies wird genutzt und kann durch die parallele Anwendung von gestufter Aktivhypnose und Akupunktur verstärkt werden.
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